5. Nachweise für Ernährungsberater, bei denen die Krankenkassen die Kosten der Ernährungsberatung übernehmen

Gesundheit und Fitness ist ein Bereich, bei denen die Jobchancen derzeit sehr gut stehen. Das trifft auch auf die Ernährungsberatung zu. Entsprechend viele Menschen überlegen sich, eine Karriere als Ernährungsberater zu starten. Weiterbildungen in diesem Bereich sind leicht zu finden. Doch für eine seriöse Ausbildung ist viel gefordert. Damit für die Kunden später die Kosten ihrer Ernährungsberatung von der Krankenkasse übernommen werden, muss der Ernährungsberater bestimmte Qualifikationen nachweisen. Für dich ist somit aus der anderen Sicht entscheidend, eine solche Qualifikation auch zu erlangen.

Achtung! Die Ausbildung zum Ernährungsberater ist nicht geregelt

Ein Grund für die unübersichtliche Ausbildungssituation als Ernährungsberater ist, dass es sich bei der Ausbildung nicht um eine klassische Ausbildung handelt. Eine gesetzliche Regelung greift hier somit nicht. Einzig die Ausbildung zum Diätassistenten folgt einer gesetzlichen Vorlage als klassischer Ausbildungsberuf. Ernährungsberater wirst du über eine Weiterbildung an einer privaten Schule.

Hier beginnt auch gleich ein weiteres Problem. Da der Beruf des Ernährungsberaters nicht geschützt ist, unterliegt die Ausbildung zum Ernährungsberater auch keiner genauen Qualitätskontrolle. Viele Anbieter bringen mittlerweile entsprechende Kurse in den Markt, wie gut diese Ausbildungen sind, kann man im Vorfeld aber nicht immer beurteilen. Weiterhin kann sich jeder Ernährungsberater nennen, der entsprechende Leistungen anbietet – auch ganz ohne Ausbildung.

Ernährungsberatung ist dazu auch noch ein weiter Bereich, der ganz unterschiedliche Spezialisierungen erlaubt. Wer eine Karriere hier machen möchte, dem helfen unter Umständen Spezialisierungen. Gerade als Freiberufler wird es schwierig, Fuß in der Branche zu fassen. Aber auch als Angestellter in einem Klinikum oder im Fitnessstudio brauchst du eine solide und nachweisbare Ausbildung als Ernährungsberater.

Welche Qualifikationen akzeptieren die Krankenkassen?

Das wird ganz deutlich, wenn man sich die Regelungen zur Kostenübernahme bei den gesetzlichen Krankenkassen anschaut. Die Kosten einer Ernährungsberatung werden für den Versicherten nur dann übernommen, wenn der Ernährungsberater seine Qualifikation und regelmäßige Fortbildungen nachweist. Das beginnt damit, dass du einen entsprechenden Abschluss in einem anerkannten Beruf oder einem anerkannten Studium nachweisen musst. Infrage kommt der Abschluss als Diätassistent oder ein Hochschulabschluss als Mediziner, Ernährungswissenschaftler oder Oecotrophologe.

Für den Fortbildungsnachweis kommen nur 5. Zertifikate und eine Registrierung infrage. Das ist zum ersten das Zertifikat Ernährungsberater/in von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).

Anerkannt werden weiter das Zertifikat Ernährungsberater/in des Berufsverbands Oecotrophologie e. V. (VDOE), das Zertifikat Qualifizierte/r Diät- und Ernährungsberater/in des Verbands für Ernährung und Diätetik e. V. (VFED) sowie das Fortbildungszertifikat des Verbandes der Diätassistenten e. V. (VDD).

  1. Ernährungsberater/in von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).
  2. Ernährungsberater/in des Berufsverbands Oecotrophologie e. V. (VDOE)
  3. Zertifikat Qualifizierte/r Diät- und Ernährungsberater/in des Verbands für Ernährung und Diätetik e. V. (VFED)
  4. Verbandes der Diätassistenten e. V. (VDD).
  5. QUETHEB-Registrierung

Weiterhin wird eine QUETHEB-Registrierung als Nachweis der Fortbildung von den Krankenkassen akzeptiert. Bei Medizinern ist der Fortbildungsnachweis nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer gegeben.

Tipp: Einzelne Inhalte des Fernlehrgangs sind bei der Deutschen Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater QUETHEB e.V. im Modul Methodik/Didaktik als Fortbildungsmaßnahme anerkannt. Mehr dazu in der kostenlosen Studienbroschüre auf der Webseite unter:
www.sgd.de/ernaehrungsberater-anerkannt

Die genannten Zertifikate und die Registrierung ist aus Sicht der Krankenkassen der erforderliche Qualitätsnachweis, um eine gute und angemessene Ernährungsberatung durchführen zu können. Das ist auch insofern richtig, als dass die Ernährungsberatung ein sehr gutes Fachwissen in verschiedenen Bereichen erfordert – von der Biochemie bis zur Lebensmittelkunde. Kommunikative Fähigkeiten sind ebenfalls ein entscheidender Faktor für eine gute Ernährungsberatung. Auch hierin sollte ein Ernährungsberater ausgebildet sein. Wer sich selbstständig machen will, benötigt zudem auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Voraussetzungen für Kooperation mit Krankenkassen sinnvoll

Solltest du mit dem Gedanken spielen, dich im Bereich Ernährungsberatung fortzubilden und sogar selbstständig zu machen, musst du auf eine gute Ausbildung achten. Wichtig auch, dass du als Kooperationspartner mit den Krankenkassen in Betracht kommst. Somit solltest du aus einem der oben genannten Berufsfelder kommen und dich entsprechend in der Ernährungsberatung fortbilden. Die Fortbildung sollte sicherstellen, dass du eines der obigen Zertifikate erhältst. Damit sind deine Erfolgschancen, als Ernährungsberater Fuß zu fassen, nicht nur deutlich erhöht, sondern du bist auch besser rechtlich abgesichert. Schließlich weißt du dann, was du tust.

Tipp: Einzelne Inhalte des Fernlehrgangs sind bei der Deutschen Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater QUETHEB e.V. im Modul Methodik/Didaktik als Fortbildungsmaßnahme anerkannt. Mehr dazu in der kostenlosen Studienbroschüre auf der Webseite unter:
www.sgd.de/ernaehrungsberater-anerkannt

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