Die Umschulung zum Ernährungsberater – Das müssen Sie wissen!

Zuletzt aktualisiert: March, 2019

Gesundheit und Ernährung sind für immer mehr Menschen ein wichtiges Thema. Allergien und Unverträglichkeiten verunsichern zudem viele Betroffene. Vor diesem Hintergrund ist eine Ernährungsberatung gefragter denn je. Damit steigen auch die beruflichen Chancen, als Ernährungsberater eine gute Klientel aufzubauen oder eine entsprechende Anstellung zu finden. Wenn Sie sich beruflich verändern möchten und sich für Ernährung interessieren, kann eine Umschulung zum Ernährungsberater beziehungsweise zur Ernährungsberaterin genau der richtige Schritt für Sie sein.

Tipp: Wer seine Umschulung machen will, der sollte die an der Akademie der Naturheilkunde machen.

Voraussetzungen und Dauer

Ernährungsberater ist kein geschützter Beruf. Daher gibt es für die Ausbildung auch keine gesetzlichen Regelungen und die Ausbildung wird durch private Schulen angeboten. Dadurch sind die formalen Voraussetzungen kaum bis gar nicht vorhanden. Im Grunde kann jeder die Ausbildung zum Ernährungsberater machen. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich, denn die Ausbildungsqualität muss bei der Ernährungsberatung schon stimmen.

Stärker zu betonen sind die persönlichen Voraussetzungen, die Sie mitbringen sollten. Das ist natürlich in erster Linie ein großes Interesse am Thema Ernährungsberatung. Zudem ist Durchhaltevermögen wichtig. Denn eine gute Ausbildung ist thematisch komplex und wird oft in einem Lehrformat wie beispielsweise dem Fernstudium angeboten, das viel Eigeninitiative und Motivation erfordert. Nach der Ausbildung müssen Sie zudem hartnäckig bleiben, um einen Kundenstamm aufzubauen.

Die Dauer der Ausbildung unterscheidet sich je nach Ausbildungsinstitut und Ausbildungsform. Eine gute Ausbildung zum Ernährungsberater wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Ausbildungen innerhalb von drei Monaten sind daher genauer zu betrachten. Im Fernstudium oder in berufsbegleitender Form dauert eine Ausbildung zum Ernährungsberater zwischen drei und 15 Monaten. Hier können Sie oft selbst bestimmen, wie lernintensiv Sie die Ausbildung durchlaufen wollen.

Art der Weiterbildung  Dauer
Ernährungsberater Fernstudium 6-15 Monate
Berufsbegleitend 3-12 Monate
Fernstudium  3-6 Monate

Gibt es eine Umschulung zum Ernährungsberater bei der IHK?

Die staatlich anerkannten Berufsausbildungen laufen meist über die IHK. Ein solcher klassischer Ausbildungsweg steht für den Ernährungsberater nicht offen. Der Ernährungsberater hat somit keinen IHK-Abschluss, eine entsprechende Umschulung über die IHK können Sie somit nicht machen. Es gibt allerdings noch das IHK-Zertifikat, das in Kooperation mit einem privaten Bildungsträger vergeben wird. Diese IHK-Zertifikate werden über die IHK-Akademie vergeben. Diese Akademien sind eine privatrechtliche Einrichtung der IHK und von der IHK als öffentlich-rechtliche Einrichtung zu unterscheiden. Der Abschluss des Ernährungsberaters bei einer privaten Schule kann somit mit einem IHK-Zertifikat belegt sein, das ist aber kein IHK-Abschluss.

Sind die Zertifikate anerkannt wie der IHK Ausbildungsabschluss?

Die IHK-Zertifikate sind nicht gleichzusetzen mit einem IHK-Abschluss. Letzterer ist allgemein anerkannt, beim Zertifikat ist eher entscheidend, ob der Ausbildungsgang an der gewählten privaten Schule in der Branche anerkannt ist. Das kann auch unabhängig von einem IHK-Zertifikat der Fall sein. Vielmehr drängt sich beim IHK-Zertifikat der Verdacht auf, dass die IHK-Akademie damit ein gewisses Einnahmeziel verfolgt und weniger eine Qualität der Ausbildung sicherstellen will. Diese Zertifizierung ist oft sehr teuer und muss durch den Auszubildenden gezahlt werden.

Was kostet die Umschulung zum Ernährungsberater?

Umschulung zum Ernährungsberater kosten

Da die Ausbildung zum Ernährungsberater nur über eine private Schule laufen kann, müssen die Kosten zunächst selbst getragen werden. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Kosten für die Ausbildung. Auch die Ausbildungsform spielt eine Rolle, beispielsweise ist ein Fernstudium oft kostengünstiger als eine Ausbildung mit Präsenzunterricht. Grundsätzlich gilt, dass ein seriöser Anbieter kaum mehr als 3.000 Euro für die gesamte Ausbildung verlangt. Das ist somit schon mal ein guter Anhaltspunkt für den Preis der Ausbildung.

Viele seriöse Anbieter liegen preislich auf einem ähnlichen Niveau. Viele Fernlehrgänge liegen bei rund 1.800 Euro insgesamt.

Einige gute Angebote starten bereits bei etwa 700 Euro, etwas teurere Schulen nehmen Preise bis zu rund 2.700 Euro insgesamt. Die Ausbildung wird in der Regel in monatlichen Raten bezahlt, darin sind alle wesentlichen Leistungen enthalten. In wenigen Fällen wird eine Prüfungsgebühr am Ende separat fällig.

Wird die Umschulung vom Arbeitsamt bezahlt?

Unter Umständen kann die Ausbildung durch das Arbeitsamt gefördert oder die Kosten sogar komplett übernommen werden. Das ist dann der Fall, wenn die Ausbildung AZAV-zertifiziert ist. In dem Fall wurde der Lehrgang inhaltlich darauf geprüft, ob er für den Teilnehmer die beruflichen Aussichten verbessert. Ein Beispiel für einen AZAV-zertifizierten Lehrgang zum Ernährungsberater ist die Ausbildung an der SGD Darmstadt.

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